Informationen zur Röntgen-Schmerzbestrahlung


Röntgenbestrahlungen haben, in kleinen Einzeldosen eine schmerzlindernde und entzünd­ungshemmende Wirkung. Diese Therapieform wendet man auch in der Behandlung von schmerzhaften Reizzuständen bei arthrotisch veränderten Gelenken an; so z. B. bei Gonarthrosen und Sprunggelenksarthrosen. Die arthrotischen Veränderungen selbst werden durch die Bestrahlung dabei nicht beeinflusst; es kommt jedoch in bis zu 80 % der Fälle zu einer Beschwerdebesserung, oft auch zu einem Verschwinden der Schmerzen, manchmal bis zu mehreren Jahren.
Auch zur Therapie der Reizzustände von Sehnen- und Muskelansätzen wie z. B. Periarthrosis humeroscapularis oder Epikondylitis kann eine derartige Schmerzbe­strahl­ung eingesetzt werden.
In allen Fällen genügen kleine Einzeldosen von 0,2 – 1,0 Gy, 2 – 3 mal pro Woche mit einer Gesamtdosis zwischen 1 und 3 Gy.
Somatische Nebenwirkungen treten dabei nicht auf. Generell ist im Rahmen der Anwendung ionisierender Strahlungen natürlich das genetische Risiko zu bedenken; d. h. bei Patienten im fortpflanzungsfähigen Alter ist die Indikation zur Röntgenreizbestrahlung strenger zu stellen als bei älteren Patienten.