Untersuchungsinformationen
| Patienteninformation: Der Multislice-Computertomograph fertigt Röntgen- /Volumenbilder von Körperabschnitten an. Dadurch können einzelne Krankheitsherde früher erkannt werden oder besser beurteilt werden. Dies kann für die Planung einer Operation, Bestrahlung oder einer Therapie (medikamentös, physikalisch) von großem Wert sein. Das Volumenbild erlaubt die Darstellung in beliebigen Schnittebenen nach Abschluss der Untersuchung (Multiplanar-Rekonstruktion). Während der Untersuchung liegt der Patient auf einer bequemen Liege, die sich langsam in einen etwa 70 cm im Durchmesser großen Ring des Gerätes bewegt. Das Cardio-CT zeichnet sich durch seine hohe Rotationsgeschwindigkeit (Ultra-Fast-Ct) aus. Die Röntgenröhre rotiert hier in einer Sekunde um den Ring und nimmt gleichzeitig mehrere Schichten auf. Damit gelingt es das Herz ohne große Bewegungsartefakte abzubilden und somit kleinste Verkalkungen in der Herzkranzgefäßen bereits frühzeitig zu erkennen. Die Untersuchung beginnt mit einer Grob-Planung (Übersicht) und daran folgend einer niedrigst-dosis Lungenaufnahme in Spiraltechnik. Hier muss der Patient für typisch 15 Sekunden den Atem anhalten. Für die nachfolgender Herzkalk-Untersuchung werden dem Patienten drei EKG-Elektroden am Thorax mit einem pflasterähnlichen Material aufgeklebt, je eine an beiden Seiten des Schlüsselbeins und eine seitlich am Oberbauch. Das Gerät fährt in Startposition und nimmt nun gesteuert durch das EKG jeweils 2 Schichten auf. Die Röntgenröhre wird um Strahlung zu sparen nur für die Zeit der effektiven Aufnahme (ca. 1/3 Sekunde) eingeschaltet. Der Patient muss für ca. 25 bis maximal 30 Sekunden die Luft anhalten. Insofern eine CT-Coronar-Angiographie nicht erforderlich ist, kann die Untersuchung dann abgeschlossen werden. Bei unklarem Thorax-Schmerz und Verdacht auf eine Stenose eines Herzkranzgefäßes folgt an die Herzkalkuntersuchung, die auch die exakte Planung verbessert, die CT-Coronar-Angiographie. Um die Untersuchung möglichst aussagekräftig zu gestalten, ist es nun notwendig, ein jodhaltiges Kontrastmittel in eine Vene, in der Regel am Arm, einzuspritzen. Dieses Kontrastmittel stellt nun das Lumen der Herzkranzgefäße in der nachfolgenden, hochauflösenden Serie so dar, dass behandlungsbedürftige Stenosen ausgeschlossen können. Das Kontrastmittel vermittelt kurzzeitig das Gefühl einer Hitzewallung. Das Kontrastmittel wird in der Regel gut vertragen, Nebenwirkungen sind selten. Dabei können vorübergehend Juckreiz, Hautausschlag, Husten, Niesen, evtl. auch Brechreiz auftreten. Selten sind auch Venenreizungen oder Schmerzen an der Injektionsstelle. Schwere Nebenwirkungen, die den Kreislauf beeinträchtigen, Atemnot oder Krämpfe, oder schwere allergische Reaktionen sind außerordentlich selten, können aber dann eine intensive Behandlung erfordern. Wir sind auf diese Situationen in unserem Haus vorbereitet. Bei der CT-Angiographie muss der Patient typisch 40 Sekunden den Atem anhalten, was mit einer kurzen Atemübung aber bisher von allen erreicht wurde. Informationen für die überweisende Praxis: Relative Kontraindikation gegen jodhaltiges Kontrastmittel:
Absolute Kontraindikation gegen jodhaltiges Kontrastmittel:
|
||||||||||||||||||||||||
|
||||||||||||||||||||||||